4. Deutsch-Chinesische Innovationskonferenz


Minister Wan
(Foto: André Wagenzik)

Eröffnungszeremonie
(Foto: André Wagenzik)

Staatssekretär Schütte
(Foto:André Wagenzik)

Am 13. und 14. April 2016 fand in Berlin die 4. Deutsch-Chinesische Innovationskonferenz statt. Die Konferenz wurde durch Herrn Prof. Dr. Wan, chinesischer Minister für Wissenschaft und Technologie, und Herrn Dr. Schütte, Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung, eröffnet. Beide betonten in ihren Eröffnungsreden wie wichtig die Vernetzung der Innovationsstandorte Deutschland und China angesichts der wirtschaftlichen und globalen Herausforderungen sei, denen sich beide Länder gemeinsamen stellen müssten. Sie hoben zudem die Rolle junger Menschen als Motor für neue Ideen und für die internationale Vernetzung hervor. Dr. Hu, Leiter der chinesischen Expertengruppe, skizzierte die Entwicklung der Plattform Innovation seit ihrer Gründung durch die beiden Ministerien im Jahr 2011 und verwies in seiner Rede auf den im Rahmen der Konferenz erwarteten Brückenschlag von der Innovationsforschung zu konkreten innovativen Anwendungsgebieten. Während der 4. Innovationskonferenz wurden neben dem traditionellen Innovationsdialog auch konkrete technologische Kooperationsthemen aus den Bereichen Urbanisierung, Wasser, Digitalisierung, LED und Elektromobilität in entsprechenden Fachsessions behandelt.


Roundtable während der Eröffnungszereomie
(Foto: André Wagenzik)

An die Eröffnungszeremonie schloss sich ein von Frau Dr. Schüller (GIGA) moderierter Roundtable an. Sechs Panellisten aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über die bereits erzielten Fortschritte in der bilateralen Innovationskooperation und trugen ihre Ideen bzw. Erwartungen in Bezug auf eine Vertiefung der Zusammenarbeit vor. Als zukünftige Kooperationsthemen für die Bewältigung von gemeinsamen Herausforderungen innerhalb der nächsten 5-10 Jahre nannten die Panellisten die Themenbereiche Urbanisierung bzw. Smart Cities, nachhaltige Mobilitätskonzepte, intelligente Digitalisierung, Industrie 4.0 sowie alternative Antriebssysteme.

Im Anschluss an den Roundtable fanden in drei parallelen Panels je vier Fachworkshops statt. Oberthemen der Panels waren:

  1. Analyse der Innovationssysteme und ausgewählter Rahmenbedingungen
  2. Innovationen im Bereich der nachhaltigen Urbanisierung
  3. Neue Entwicklungen und künftige Herausforderungen in der deutsch-chinesischen Forschungskooperation 

Session 1.2
(Foto: André Wagenzik)

Session 2.1
(Foto: André Wagenzik)

Session 3.1
(Foto: André Wagenzik)

Im Rahmen von Panel 1 gab es je eine Session zu den nationalen Innovationssystemen, zu regionalen Innovationssystemen und Clusterpolitik, zu standard-essentiellen Patenten sowie zur Innovationsfinanzierung. In Panel 2 fanden Sessions zu klimafreundlichen und energieeffizienten Städten, zu Wasser im urbanen Raum, zur integrierten urbanen Planung sowie zu urbanen Innovationen und Praxisbeispielen statt. Panel 3 beinhaltete je eine Session zu den Herausforderungen der Digitalisierung der Wirtschaft in China und Deutschland, zu sogenannten Smart Services und Intelligenter Produktion, zu LED und zu Elektromobilität.
Zusätzlich wurde am Vormittag des zweiten Konferenztages eine Session zum Thema Biomedizin und Biotechnologie angeboten, in der im Anschluss an vier Fachvorträge darüber diskutiert wurde, wie Deutschland und China in diesen Bereichen durch das Teilen von Wissen und die gemeinsame Entwicklung neuer Ideen gemeinsam profitieren können.

Im Anschluss an die Parallelsessions gab es eine Plenardiskussion, in der zunächst je zwei Rapporteure aus beiden Ländern die wichtigsten Diskussionspunkte sowie die in den jeweiligen Fachpanels identifizierten Herausforderungen und Chancen präsentierten. Dabei wurde deutlich, dass sich die Fragestellungen bzw. Herausforderungen in beiden Ländern trotz der bestehenden Unterschiede, etwa was die Rolle des Staates im Innovationssystem betrifft, in vielen Bereichen ähneln. Bezugnehmend auf die Fachworkshops, wurde zudem festgestellt, dass ein rein technologischer Blickwinkel auf die Innovationsthemen unzureichend sei, sondern dass vielmehr eine umfassendere Perspektive erarbeitet werden müsse. Hierzu gehören die politische Gestaltung von Rahmenbedingungen, Aus- und Fortbildung, Wissensvermittlung für die Öffentlichkeit sowie die Kooperation über Länder- und Disziplingrenzen hinweg. In vielen Bereichen müssen neue Wege beschritten werden und neben den technischen Aspekten auch stärker menschliche Verhaltensweisen und Bedürfnisse berücksichtigt werden. Dafür seien transdisziplinäre Ansätze nötig.


Teilnehmer der abschließenden Plenardiskussion
(Foto: André Wagenzik)

In der Schlusszeremonie betonten die beiden Leiter der Deutsch-Chinesischen Expertengruppe bzw. deren Stellvertreter (Herr Prof. Dr. Gerybadze und Herr Prof. Dr. Liu in Vertretung von Dr. Hu) sowie  die beiden Repräsentanten der verantwortlichen Ministerien, dass die 4. Innovationskonferenz gezeigt habe, wie wichtig dieser interdisziplinäre Austausch sei und dass weiterhin Bedarf für einen intensiven Fachaustausch zur Innovationskooperation bestehe. Vertretend für beide Ministerien hielten die beiden Unterabteilungsleiter Herr Chen und Herr Beyer fest, dass beiderseits eine große Sympathie für die Deutsch-Chinesische Innovationsplattform sowie großes Interesse an der Weiterführung des Dialogs bestehe. Die 5. Deutsch-Chinesische Innovationskonferenz wird voraussichtlich 2018 in China stattfinden.


Herr Unterabteilungsleiter Chen (MoST),
Herr Prof. Dr. Gerybadze (Universität Hohenheim),
Herr Unterabteilungsleiter Beyer (BMBF) und
Herr Prof. Dr. Mu (Chinese Academy of Sciences)
(Foto: André Wagenzik)

 

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