Zweite Deutsch-Chinesische Innovationskonferenz

 


Vizeminister Cao und Parlamentarischer Staatssekretär Rachel auf der zweiten Deutsch-Chinesischen Innovationskonferenz (Quelle: VDI/VDE)

Eröffnet wurde die zweite Deutsch-Chinesische Innovationskonferenz im November 2012 von deutscher Seite durch Thomas Rachel, dem Parlamentarischen Staatssekretär des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF), und von chinesischer Seite durch Cao Jianlin, den Vizeminister des Ministeriums für Wissenschaft und Technologie (MoST) in Berlin. Anschließend wurde die Arbeit der deutschen und der chinesischen Expertengruppe durch die jeweiligen Vorsitzenden Professor Dr. Alexander Gerybadze sowie Professor HU Zhijian vorgestellt. Die Europäische Kommission, vertreten durch Laurent Bochereau, gab danach einen kurzen Überblick über die europäisch-chinesischen innovationspolitischen Aktivitäten. Es folgten Vorträge sowie eine kurze Diskussion über die Herausforderungen, vor denen die beiden Innovationssysteme stehen.

In den insgesamt acht Arbeitsgruppen diskutierten zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik über vier verschiedene Themen: (1) Forschungs- und Entwicklungstreiber in deutschen und chinesischen Firmen, (2) internationalen Wissenstransfer, (3) die Beziehungen zwischen Wissenschaft und Industrie sowie (4) öffentliche FuE-Finanzierung. Durch alle acht Sessions zogen sich die Themen Schutz des geistigen Eigentums, Bildung und Fachkräfte sowie Schwierigkeiten in deutsch-chinesischen Wirtschafts- und Wissenschaftsbeziehungen.

Beide Seiten berichteten und diskutierten offen über Schwächen und Stärken des eigenen Innovationssystems. Innovationspolitische Gemeinsamkeiten und Unterschiede beider Länder wurden identifiziert, ebenso gemeinsame Herausforderungen und Themen. Deutschland und China hatten die weltweite Schulden- und Wirtschaftskrise zwar gut gemeistert, standen aber dennoch vor großen Herausforderungen, die sie gemeinsam bewältigen wollten. Gemeinsame Themen waren unter anderem Urbanisierung, erneuerbare Energien, demographischer Wandel und nachhaltige Mobilität. Deutschland und China wollten ihre gemeinsame Verantwortung für die Weltwirtschaft, die sich aus ihrer positiven Wirtschaftsentwicklung ergibt, wahrnehmen. Die deutsch-chinesische Zusammenarbeit wurde daher weiter ausgebaut. Auch der persönliche Austausch nahm zu, viele Wirtschaftsbeziehungen wurden geknüpft und gefestigt.

Die Bedeutung von Forschung und Entwicklung hat weltweit deutlich zugenommen, zugleich haben sich Innovationsprozesse geändert und fanden unter erschwerten Bedingungen statt. Der Trend geht zu mehr Kooperation und internationaler Zusammenarbeit. Ein Ergebnis der zweiten Innovationskonferenz war daher, dass sich die deutsch-chinesischen Kooperationen auch anderen Partnern öffnen sollten.

Das zweite Deutsch-Chinesische Innovationsforum hat bereits die Weichen gestellt, um gemeinsam auf globale Herausforderungen zu reagieren. Der Ausbau der Deutsch-Chinesischen Plattform Innovation und deren internationale Verknüpfung soll daher weiter vorangetrieben werden. Gleichzeitig soll die Arbeit auf spezifische gemeinsame Themen fokussiert werden.

Quelle: VDI/VDE


Die Experten diskutieren auf der zweiten Deutsch-Chinesischen Innovationskonferenz (Quelle: VDI/VDE)

 

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